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Staatsanwaltschaft ermittelt: Es wird ernst für FTP-Welt
und Kazaa-Nutzer
Über
das Strafverfahren gegen ca. 45.000 FTP-Welt.com-Nutzer und die Rechtsfolgen
hatten wir bereits berichtet. Wie der Spiegel am
01.10.2005 berichtete nehmen die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Portal
FTP-Welt.com gigantische Ausmaße an. Die Personalien von 15.000 Kunden sollen
ermittelt werden. In diesem Zusammenhang wurden 1009 Banken angeschrieben, von
denen die meisten bereits geantwortet haben. Die Nutzerdatei von FTP-Welt stand
eine Zeit lang zugänglich im Netz. Bis auf personalisierte e-Mailadressen ließen
sich jedoch von dort offensichtlich die Namen der Nutzer nicht zurückverfolgen.
Da für die Nutzung von FTP-Welt.com Geld gezahlt werden musste, ist ein
Rückschluss jedoch über eine angegebene Bankverbindung im Rahmen der Anmeldung
möglich. Letztlich wird man davon ausgehen, dass jeder Nutzer von FTP-Welt.com
ermittelt werden wird.
In
diesem Zusammenhang bemerkenswert ist auch eine größere Anzahl von
Beratungsanfragen wegen der Nutzung der Tauschböre Kazaa in jüngster Zeit. Hier
hat es gerade in den letzten Wochen einige Hausdurchsuchungen gegeben. Viele
Kazaa-Nutzer wiegen sich wahrscheinlich in der Sicherheit, dass ihre Identität
nicht festgestellt werden kann. Da jedoch jeder Internetnutzer eine IP-Adresse
hat, ist es bei einer entsprechenden Protokollierung auch hier kein Problem, den
entsprechenden Nutzer zu personalisieren und ein Ermittlungsverfahren in die
Wege zu leiten.
Wie
heise.de am 06.12.2005
meldete, hat die Staatsanwaltschaft Mühlhausen
Anklage gegen vier Personen erhoben. Es soll sich um die Bettreiber von FTP-Welt
handeln.
Wir
beraten Sie gerne.
Weiterführende
Links:
Ihre
Ansprechpartner: Rechtsanwalt Johannes Richard, Rostock
Rechtsanwalt Andreas Kempcke, Rostock
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